Freitag, 5. April 2013

später

gut vier Jahre später, nach zwei Schwangerschaften, einem Hausbau und frisch angekommen im Berufsleben mit zwei Kleinkindern, sitze ich an meinem Schreibtisch und betrachte wehmütig dieses Blog. Die Accounts liessen sich alle reaktivieren, und jetzt warten 200+ Spamkommentare aufs Löschen. Denn Aufgeräumt muss erstmal werden. Und dann sehen wir mal weiter.

Sonntag, 14. Dezember 2008

"Wer ich?" - "Ich nicht!" -- Das Bürgermeisterspiel

Gerade ein wenig herumgealbert, und mich dabei das erste Mal seit Jahren an das Bürgermeisterspiel erinnert. Mal kurz gegoogelt und dabei entsetzt festgestellt, dass man das Spiel nicht googeln kann! Das erste Mal seit langem, dass ich so gut wie nicht fündig, werde, einzig ein launiger Forumseintrag referenziert das Spiel link.
EDIT: Stimmt gar nicht! Googelt man nur den Namen des Spiels, dann taucht es schon ein wenig auf... naja, und hier eben ein Hit mehr..

Dabei haben wir das Spiel früher, zu Jugendgruppenzeiten, nächtelang gespielt. Jetzt frage ich mich, ob es vielleicht die Erfindung eines Gruppenleiters war und daher nur sehr lokal gespielt wurde? Oder kennen es noch weitere?

Also hier die Spielanleitung für Jugendliche oder angeheiterte (durch Gesellschaft oder Alkohol) Erwachsene, mindestens fünf sollten es schon sein.

Das Spiel spielt in einem kleinen ländlichen Dorf, jedem Spieler wird ein Beruf zugewiesen. Auf jeden Fall dabei sind der Bürgermeister und die Klofrau. Alle anderen Berufe werden zwischen diesen beiden in sozialer Rangfolge einsortiert. Ein typisches Beispiel wäre

Bürgermeister
Pfarrer
Lehrer
Metzger
Bäcker
Gärtner
Mauerer
Gerber
Knecht
Klofrau

Oder so ähnlich. Hunderprozentig politically correct ist das Ganze natürlich nicht, eventuell ist es deshalb heutzutage nicht mehr so populär?

Egal, jeder hat sich seinen Beruf gemerkt und das Spiel geht los. Es beginnt der Bürgermeister mit dem Dialog

Bürgermeister: "Ich, der Bürgermeister, ging durch die Strassen meiner Stadt und traf den Metzger."
Metzger: "Wen mich?"
Bürgermeister: "Ja dich!"
Metzger: "Mich nicht!"
Bürgermeister: "Wen dann?"
Metzger: "Den Pfarrer!"
Pfarrer: "Wen mich?"
Metzger: "Ja Dich!"
Pfarrer: "Mich nicht!"
Metzger: "Wen dann?"
Pfarrer: "Den Lehrer

so könnte es jetzt ad infinitum weitergehen, wenn nicht:

Lehrer: "Wen mich?"
Pfarrer: "Ja dich !"
Lehrer: " Wen? Den Gärtner!" "Ach Mist....."

Sobald ein Fehler passiert (und dafür reicht schon ein falsches Wort), wird der betreffende Spieler zur Klofrau degradiert, alle anderen Spieler rutschen in der sozialen Reihenfolge einen Beruf weiter, bis zu der Lücke, die die jetzige Klofrau hinterliess. Sitzplätze werden nicht getauscht, jeder hat sich gefälligst seinen neuen Beruf zu merken. Falls nicht, erinnern ihn die Mitspieler gerne daran. (Nicht antworten gilt auch als Fehler..)

Tiefer als zur Klofrau kann man nicht sinken, daher kann man sich jedweden Schabernack erlauben. Witze erzählen oder Zwischenrufe "Ich doch nicht!" "Wen Dich?" sind erlaubt und erwünscht, um die Mitspieler aus dem Konzept zu bringen. Ganz besonders Gewitzte glauben, die Klofrau wäre dem Bürgermeister begegnet:

"Wenn dann?"
Metzger: " Die Klofrau"
Klofrau: "Ja, dich hab ich getroffen!"
Metzger: "Ja Dich!"
Klofrau: "Ja, bild dir halt nix ein! Hab dich doch gestern abend aus dem Wirtshaus komnen sehen..."
Metzger: "Wen dann?"
Klofrau: "...und der Bürgermeister war auch dabei und dabei habt ihr doch noch..."
Bürgermeister "Wen mich?"
Klofrau: "einen dritten Besoffnen mit dabei ghabt, da habt ihr doch eh..."
Bürgermeister: "mich nicht!"
Klofrau: "nix mehr erkannt""
Bürgermeister: "Den Pfarrer"
Pfarrer: "Wen mich?"

und so gehts immer weiter, bis der Abend vorbei ist. Ist wirklich lustig! Jetzt werde ich regelrecht wehmütig, wenn ich mich an vergangene Spieleabende erinnere... ist schon sehr lange her dass ich das mal gespielt habe...

Bitte gehen Sie weiter...

... hier passiert aktuell nichts...

und ich weiss noch nicht so ganz, wie und wann es mit dem Blog weitergehen soll. Anstelle von Enthschuldigung-bin-wieder-da-dafür-extra-langer-post etc.... werde ich das blog erstmal dafür nutzen, wofür es gedacht ist: Erwähnenswerte Schnipsel aus meinem Leben, Links und andere erwähnenswerte Dinge und Gadgets.

Dienstag, 22. Juli 2008

Packtipps für den Segelurlaub

So, bin wieder zurück und unglaublich begeistert vom Segeln - ich denke, das war einer der schönsten Urlaube überhaupt.

Allerdings werde ich das nächste mal so ungefähr die Hälfte oder noch mehr des Gepäcks daheim lassen:

Ligretto: über Deck ist es zu windig, und wer mag schon unter Deck sitzen?
Poker: Abgesehen vom Windproblem eine gute Idee. Aber: was ist Poker , wenn man sich stattdessen aufs Vordeck legen kann, mit Rotwein und/oder Bacardi und den Sternenhimmmel betrachten? -> nix. Daher kam es auch nicht zum Einsatz. Ausserdem hatten wir kein Licht dabei, und das hat uns nicht mal gestört.
Bücher: Wer mag schon lesen, wenn man stattdessen sanft schaukeln weiterdösen kann, oder im Meer schwimmen, oder einfach die Landschaft betrachten? Ich habe es trotzdem geschafft, zwei empfehlenswerte Bücher zu lesen: Kafka on the Shore und die Stadt der träumenden Bücher. Zu Kafka on the shore folgt noch eine kleine Rezension, zu viele Fragen sind offen geblieben und vielleicht findet sich ein diskussionsfreudiger Leser? Die Stadt der träumenden Bücher ist ein wundervolles Buch, daher eigentlich keine Rezension nötig. Das klingt schon fast wie ein schwäbisches Lob -> ich fürchte, die Schwaben färben ab...
Papers habe ich natürlich keine gelesen, aber die haben auch nur einen kleinen Teil des Gewichts ausgemacht - ingesamt hatte ich 19.5kg *schäm*.

Ansonsten hätten zum Segeln deutlich weniger Kleidung genügt (nach einer Stunde ist ohnehin alles voller Salz), aber das war ja von Anfang an klar.

So, hoffentlich komme ich die Woche noch zu einem weiteren Segelposting, es gibt noch soo viel zu erzählen!

Samstag, 5. Juli 2008

Erlang: the movie

Das waren noch Zeiten, als Programmiersprachen als Filme vorgestellt wurden. "Hello Mike" - Endlich hab ichs wiedergefunden

Dialog wie im echten Leben - wenn man da die Bugs auch immer so schnell finden würde..

-Hello Robert.
-Hello Joe.
-I see that you managed to fix the bug then.
-Yes, finally.
*click*

Nachtrag zum Packen

Leider ist die Batterie der Waage alle, jetzt muss ich schätzen wie viele Kilo Bücher noch mitdürfen wenn die Schwimmflossen, das Pokerset, Ligretto und ein Stapel Paper (ja, ich hab Urlaub! Da hab ich Zeit für sowas) auch mitkommen. Naja, das Auto bleibt am Flughafen, ganz notfalls kann man da was deponieren...